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Verein der Freunde und Förderer der Burg Lede e.V.

Ansicht der Burg

Herzlich Willkommen auf der Seite des Vereins der Freunde und Förderer der Burg Lede e.V.

Burg Lede, früher Schneckenburg in Bonn-Vilich

Am Ortsausgang von Bonn-Vilich liegt die auf das frühe 13. Jahrhundert zurückgehende Wasserburg Lede als typisches Beispiel einer rheinischen Niederungsburg. Noch heute erhalten sind Teile des ehemaligen romantischen Wohnturms mit Kuppelfenstern. Eine steinerne dreibogige Brücke führt auf das Burghaus zu, das ringsherum von einem Burggraben umgeben ist.

Im 14. Jahrhundert wurde sie Stammsitz des Ritters Johann Schilling von Vilich, der 1361 dem Kölner Erzbischof Wilhelm von Gennep Weingüter zu Ahrweiler im Gegenzug für dessen großzügige Unterstützung zum Unterhalt der Burg überließ. In dieser Zeit wurde der ursprünglich viereckige Bau, der frühere Wohnturm, zu einer dreiflügligen Anlage umgebaut, die bis ins 20. Jahrhundert zahlreiche Umbauten und Ergänzungen erfahren hat.

Im Bereich eines alten Rhein- bzw. Siegarmes in sumpfigem Gelände errichtet, das im Rheinland häufig die Bezeichnung „in der La(a)ch“ trägt, wird die Lage des Anwesens 1415 noch mit „unses huis in der Lach“ bezeichnet. Den heutigen Namen Burg Lede erhielt sie erst 1907. Im Niederdeutschen wird mit „Lehde“ eine Niederung oder ein Tal bezeichnet.

Im Truchsessischen Krieg (1583- 1588) und den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg zerstört und blieb als Ruine zurück, die erst im 17. Jahrhundert durch ein integriertes Fachwerkhaus wieder bewohnbar gemacht wurde. 1716 erwarb der Stift Vilich den wiederaufgebauten Burgkomplex, der zeitweilig auch Schneckenburg genannt wurde, da sich im Park ein schneckenartig gewundenes Gartenhäusschen, ähnlich wie im Park von Schloss Augustusburg in Brühl, befunden haben soll.

Nach zahlreichen Besitzerwechseln übernahm 1904 der Direktor der Dillinger Hüttenwerke Otto Weinlig (1867-1932) die Schneckenburg, um sie unter der Leitung des Berliner Architekten Prof. W. Franz in historistischer Manier instand zu setzen und zu erweitern. Er verband die alten, mächtigen Natursteinmauern mit in Fachwerk ausgeführten neuen Bauteilen. Hinzu kam ein sog. Kutscherhaus an der Straße.

Otto Weinlig begrüßt übrigens noch heute alle Gäste auf Burg Lede: als Teil des markanten Regenrohrs links von der Haustür. Er ist in bester Gesellschaft, denn gleich über der Türe befindet sich die Statue der heiligen Adelheidis, eine der drei Stadtpatrone Bonns.

Die Parkanlage der Burg Lede von Walter Baron von Engelhardt (1864-1940)

1907 wurde der Düsseldorfer Gartenarchitekt von Engelhardt gebeten, Entwurfsarbeiten für die Parkanlage bei der Burg Lede zu übernehmen. Der Charakter der Anlage trägt noch heute Züge seiner Handschrift. „Die Verbindung geometrischer Elemente in Gebäudenähe und deren Anbindung an eine landschaftliche Parkgestaltung, wie sie östlich des Wohngebäudes zur Anwendung kam, gehört zu den Prinzipien seiner frühesten Schöpfungen und sollte besonders deutlich im Park des Solbades Raffelberg (1908) oder bei der Erweiterung des Volksgartens in Düsseldorf (1908) zum Tragen kommen, wo er in gleicher Weise Regelhaftigkeit mit malerischer Parkgestaltung verband“.